Children looking for or at something
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Max by
03 Juni 2016 um 14:40

Wenn Arbeitnehmer kündigen, ist der Grund meist nicht der Job – sondern der Chef. Logisch also, dass man auch bei der Jobsuche nicht nur auf ein passendes Aufgabengebiet achten sollte, sondern eben auch darauf, mit welchem Vorgesetzten man es hier zu tun haben würde.

Wahrscheinlich ist dir das auch schon passiert: Die Stellenbeschreibung klang super, aber als du den dazugehörigen Vorgesetzten kennengelernt hast, war die Euphorie schnell dahin. In einem solchen Fall ist es absolut richtig, den Job nicht anzunehmen. Ein guter persönlicher Umgang ist schliesslich für beide Seiten eine wichtige Voraussetzung. Nur merkt man eben nicht immer innerhalb von Sekunden oder Minuten, ob man mit dem Gegenüber gut klarkommen und zusammenarbeiten könnte oder nicht. Für diesen Fall solltest du dir im Vorfeld ein paar Fragen stellen.

1. Welche Werte sind mir am wichtigsten?

Schnapp dir Stift und Papier und schreib auf, was dir am wichtigsten ist: Ehrlichkeit, harte Arbeit, gegenseitiger Respekt, Spass bei der Arbeit, Zusammenhalt im Team, Flexibilität? Es ist natürlich leicht, hier eine endlos lange Liste zu erstellen – versuch aber, dich auf die drei wichtigsten Kriterien zu beschränken. Welche sind verhandelbar und welche müssen auf jeden Fall gegeben sein? Im Bewerbungsgespräch kannst du dann abgleichen, wie sehr du mit deinem potenziellen Chef harmonierst. Stell bei Gelegenheit Fragen zu den Werten, die dir am wichtigsten sind. Wenn ihr grösstenteils einer Meinung seid: Bleib dran!

2. Was erwarte ich von meinem nächsten Chef?

Weiterhin sind auch der Charakter und der Führungsstil deines zukünftigen Vorgesetzten ausschlaggebend dafür, ob du dich in einer Position wohlfühlen wirst: Suchst du nach jemandem, der dich häufig lobt und dir den Rücken freihält? Oder eher nach jemandem, der dir ein Mentor ist und dich auf deinem Karriereweg unterstützt? Bist du auf der Suche nach flachen Hierarchien und einem Verhältnis auf Augenhöhe oder sind dir klare Grenzen und Aufgabenverteilungen wichtig? Sobald du eine Antwort gefunden hast, kannst du im Bewerbungsgespräch entsprechende Fragen stellen und herausfinden, ob dein potenzieller Boss eher einen vertrauenswürdigen Sidekick sucht, einen braven Anweisungsausführer oder jemanden, den er auch ausbilden und fördern möchte.

3. Was motiviert mich, mein Bestes zu geben?

Vielleicht ist ein guter Lohn deine grösste Motivation; oder auch Dienstreisen, Teamevents, flexible Arbeitszeiten oder deine persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Was immer es auch ist: Bevor du einen Job annimmst, sollest du abchecken, ob in diesem Unternehmen die Umstände gegeben sind, die dich am besten aufblühen lassen. Wenn du zum Beispiel gerne ab und zu im Home Office arbeitest, dein Arbeitgeber aber ganz klar erwartet, dass du jeden Tag von 9 bis 18 Uhr am Schreibtisch sitzt, dann ist das wohl eher kein Perfect Match. Ähnlich kann es etwa beim Thema Anerkennung schwierig werden, wenn du gerne erfolgreiche Projekte gross im Team feierst, aber dein Chef standardmässig nur ein kurzes „Danke“ per Rundmail verschickt. Frag ruhig ganz direkt danach, welche Form(en) der Anerkennung im Unternehmen gepflegt werden. Wenn die Antwort dann etwa „ein jährliches Abendessen zusammen“ lautet, du aber lieber „ein Bonus“ hören würdest – dann solltest du die Jobsuche vielleicht noch etwas weiterführen.

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