Sad upset man
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Wenn du diese Dinge tust, hat das nichts mit Schwäche zu tun

Max by
03 Juni 2016 um 14:57

Niemand trägt seine Schwächen gern in die Öffentlichkeit. Vor allem auch nicht im Büro, wo man (gefühlt) ständig unter Beobachtung steht, abliefern muss und will und auch in gewisser Konkurrenz zu den Kollegen steht. Klar, dass man da lieber alle seine tollen Eigenschaften und Skills promotet, die Erfolgsratgeber gern als „essenziell“ bezeichnen.

Was verständlich ist, birgt aber ebenso viele Gefahren. Zum einen ist das ständige Totschweigen, Verstecken oder sogar das Schämen für eigene Schwächen mit Sicherheit alles andere als gesund und richtig. Zum anderen werden uns Schwächen eingeredet, wo gar keine sind. Vielmehr können vermeintliche Schwächen gerade im beruflichen Umfeld von Vorteil sein.

Um Hilfe bitten

Ein guter Mitarbeiter kriegt alles alleine hin, oder? Egal, wie viele Aufgaben sich auf seinem Tisch stapeln, er kann das schon irgendwie handlen. Ehrgeiz und hohe Ansprüche an sich selbst in allen Ehren – schliesslich ist es an sich nichts Schlimmes, wenn man beweisen will, dass man zuverlässig, produktiv und belastbar ist. Aber man muss und sollte es auch nicht übertreiben: Jemand zu sein, der unter einem riesigen Berg an Tasks begraben ist und hektisch versucht, alles zu bewältigen – und dabei wohl oder übel Fehler macht – kann kaum das Ziel sein. Um Hilfe zu bitten, ist trotzdem eine Überwindung, schon klar. Aber es zeugt auch von einer gesunden Selbsteinschätzung – und so letztendlich Stärke –, wenn man sich seiner Grenzen bewusst ist und gute Ergebnisse vor den eigenen Stolz stellt.

Sich zurückhalten

Die eigene Meinung zu äussern und sich für Ideen einzusetzen, ist grundsätzlich eine gute Sache. Schliesslich ist ein reger Austausch Grundlage für gute Ergebnisse. Aber es gibt auch genügend Situationen, in denen es von Vorteil ist, sich zurückzunehmen. Das nervige Plappermaul zu sein, ist deinem Ruf am Arbeitsplatz nämlich auch nicht zuträglicher als das schweigsame Mauerblümchen. Vergiss also nie, dass gut zuhören zu können mindestens ebenso wichtig ist, wie selbstbewusst seinen Senf dazuzugeben.

Fehler eingestehen

Mist! Du hast gerade aus Versehen wichtige Dateien vom Server gelöscht oder einen falschen Entwurf an einen grossen Kunden geschickt. Was machst du jetzt bloss? Die Augen schliessen und hoffen, dass es niemandem auffällt? Eine Option – aber vermutlich wird dich dein Gewissen quälen, bis du schliesslich doch die unangenehme Wahrheit offenbarst. Natürlich sollst du nicht in jedem Meeting deine unausgereiften Ideen kritisieren oder deine Skills schlechtreden – vielleicht in der Hoffnung, von deinen Kollegen aufmunterndes Lob zu erhalten und dein Ego zu boosten. Aber du kannst Integrität und Aufrichtigkeit beweisen, wenn du für deine (wirklichen) Fehler geradestehst, anstatt sie zu leugnen oder unter den Teppich zu kehren.

Das Handtuch werfen

Weglaufen, wenn es schwierig wird? Kommt nicht besonders gut im Berufsleben und ist auch dem Selbstwertgefühl nicht gerade zuträglich. Also lieber mutige Konfrontation? Im Prinzip ja. Aber es gibt Grenzen: Auch wenn du nicht sofort aufgeben solltest, sobald dir ein paar Hindernisse in den Weg gestellt werden, ist stets verbissen weiterzukämpfen auch nicht immer die beste Option. Denn bestimmte schwierige Jobsituationen oder Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten immer wieder zu durchleben und auf ein besseres Ergebnis zu hoffen, ist auf Dauer kein Zeichen von Durchhaltevermögen – sondern vermiest einem nur den Alltag und die Motivation. Die Kunst: Erkennen, wann das Durchhalten keinen Sinn mehr macht, weil eine Lösung bzw. zufriedenstellende Änderung der Situation aussichtslos ist – und rechtzeitig die Augen nach Alternativen offenhalten, anstatt sich kaputtzumachen. Davon hat nämlich keiner was.

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