Man smoking a cigarette
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Führungsstile: Welcher passt zu dir und deinem Team?

Max by
15 Juni 2016 um 19:10

Egal ob neuer Mitarbeiter, alter Hase oder Juniorkraft, die einen Praktikanten zugeteilt bekommt: Als Vorgesetzter muss man sich immer überlegen, auf welche Weise man seine Mitarbeiter führen und betreuen möchte. Vor allem, wenn es gerade nicht läuft, wie es soll, macht der Führungsstil den Unterschied.

Natürlich geht es nicht darum, sich eine Art und Weise auszusuchen und in jeder Situation stur daran festzuhalten. Doch eine Idee davon zu haben, wie man dem eigenen Team am passendsten und nachdrücklichsten zeigen kann, dass man ein guter Chef ist, ist bereits die halbe Miete.

Der Koordinator

Dieser Führungsstil erweist sich in vielen Unternehmen als wirkungsvoll. Koordinatoren arbeiten darauf hin, dass jede Person gesehen und gehört wird, und schaffen dabei eine gute Gruppendynamik. Koordinatoren legen den Fokus auf zwei Dinge gleichzeitig: Die Aufgabe, die es zu erledigen gilt, und die Menschen, die es dazu braucht. Analysiere dafür dein Team: Wer hat welche Stärken und welche Tasks könnte er dementsprechend übernehmen? Je sinnvoller die Verteilung, desto motivierter, engagierter und produktiver wird das Team arbeiten. Doch kein Ansatz funktioniert immer und auf Dauer: Wenn sich ein Teammitglied etwa weiterentwickeln möchte, aber immer wieder dieselben Aufgaben zugeteilt bekommt (und sich mit diesen womöglich unterfordert fühlt), schafft das früher oder später Unzufriedenheit. Also: Augen auf, mit den Leuten reden und die Situation regelmässig neu bewerten!

Der Guru

Experten auf ihrem Gebiet oder gar in der gesamten Branche, zu denen die Menschen gerne für Antworten und Tipps kommen: Ihnen liegt der „Guru“ vermutlich am besten. Sie sind es gewohnt, anderen stets mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und eine gewisse Sonderstellung zu geniessen. Besonders sinnvoll ist dieser Führungsstil, wenn man bei einem Projekt mit deutlichem Abstand das meiste Fachwissen und die meiste Erfahrung hat. Die Wissenslücke kann in der Kürze der Zeit wahrscheinlich nicht überbrückt werden – also übernimmt man hier lieber den Lead. So hilfreich dieser Führungsstil sein kann – er sollte sparsam angewendet werden. Denn je öfter man sich als Guru präsentiert, desto eher wirkt man überheblich und unbelehrbar – und nimmt dem Team den Ehrgeiz, sich auch selbst bestmöglich einzubringen.

Der Fragensteller

Anders als der Guru setzt der Fragensteller auf das Prinzip „Möglichst viel Input einholen, bewährte Dinge auch mal in Frage stellen und kreative neue Ansätze entwickeln.“ Wenn alle Teammitglieder auf ihre Fähigkeiten und Skills vertrauen und nur jemanden brauchen, der das Beste aus ihnen herauskitzelt, funktioniert dieser Führungsstil wunderbar. Für seine Umsetzung muss man in Gegensätzen denken: Aus dem Team kommt der Vorschlag, für das neue Produkt eine grossflächige Werbekampagne zu machen? Dann einfach mal die Frage in den Raum werfen, wie man es auch mit wenigen Mitteln schaffen könnte, dass der Launch ein voller Erfolg wird. Wenig sinnvoll ist dieser Stil, wenn es im Team Probleme mit hitzigen Diskussionen und gegenseitiger Kritik gibt. Falls mehrere zurückhaltende Mitarbeiter dabei sind, die sich oft nicht trauen, ihre Ideen auf den Tisch zu bringen, bringt dieser Ansatz langfristig Schwierigkeiten mit sich.

Der Mentor

Das Ziel des Mentors ist es, andere zu fördern und das Beste aus ihnen herauszuholen. Und das hilft nicht nur dem Einzelnen – das ganze Team wächst in seinen Fähigkeiten und das Unternehmen in seiner Qualität und Leistung. Die besten Mentoren schreiben ihren Schützlingen nicht minutiös vor, was sie tun sollen, sondern beschreiben die Aufgaben, die anstehen. Nur wenn es nicht rund läuft, geben sie detaillierte Hilfestellungen oder Lösungsvorschläge. Da jedoch nicht jeder dazu bereit ist, gecoacht zu werden, sollte man die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten. Wenn das Mentoring in weiten Teilen des Teams fruchtlos bleibt, ist vielleicht ein anderer Führungsstil günstiger.

Der Standard-Setzer

Diesem Typ ist Qualität besonders wichtig: Er sucht stets nach Wegen, Dinge noch besser zu machen – und ermutigt sein Team dazu, dasselbe zu tun. Standard-Setzer stellen hohe Anforderungen an sich selbst und andere und arbeiten hart daran, ihre Ziele zu erreichen. Wenn man von anderen viel erwartet, sollte man mit gutem Beispiel vorangehen und publik machen, welche Ziele man sich setzt – das schafft Vertrauen in die eigene Position als Chef. Je erfolgreicher man seine Ziele erreicht, desto eher wird man von anderen als Vorbild gesehen.

Bei umfangreichen und anspruchsvollen Projekten und Plänen sollte man sich aber vor allem in Realismus üben und die Latte nicht zu hoch setzen – sonst riskiert man schon bald verzweifelte Mitarbeiter, die vor den überhöhten Ansprüchen resignieren.

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