Bird on the tongue don t say a word
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Mehr Zurückhaltung bitte: Was dein Chef nicht von dir zu hören bekommen sollte

Max by
21 Juni 2016 um 14:14

Hast du dir auch schon so manches Mal gewünscht, du hättest lieber den Mund gehalten? Einmal gesagt, kann man Dinge eben nicht mehr zurücknehmen – wir alle kennen diesen unangenehmen Moment. Das Knifflige: Deine Eltern, dein Partner oder die beste Freundin mögen vielleicht ab und an ein Auge zudrücken.

Dein Chef hingegen versteht da ziemlich sicher weniger Spass. Egal wie schwer es dir vielleicht fällt oder wie vertraut euer Verhältnis ist: Es gibt einige Äusserungen, die du im Gespräch mit deinem Boss niemals erwähnen solltest. Die Folgenden gehören zum Beispiel dazu.

„Ich liebe meinen Nebenjob. Leider bringt er mir nicht genug Geld ein, um davon leben zu können.“

Du schaffst es, neben deinem eigentlichen Job noch einem Zweitjob aus Leidenschaft nachzugehen? Chapeau! Wenn dir dieser Nebenjob allerdings viel mehr Spass macht als deine Arbeit im Büro, dann solltest du das deinen Chef nicht wissen lassen. Schliesslich vermittelst du so, dass du die Bürotätigkeit nicht ernst nimmst und sie insgeheim als den eigentlichen Nebenjob ansiehst. Oder dass du vielleicht sogar dein eigenes Business aufbaust und bald den Abflug machst. Du musst aus deinen sonstigen Interessen zwar kein Staatsgeheimnis machen, aber du solltest damit auch nicht übermässig im Büro hausieren gehen. Ebenfalls wichtig: Halte immer strikt die Zeit zwischen Arbeit und Freizeit ein. Dann weiss dein Chef, dass du immer noch mit voller Energie dabei bist – und mögliche Veränderungen werden erst spruchreif, wenn es tatsächlich so weit ist.

„Puh, ich hab gestern wieder viel zu ausgelassen gefeiert.“

Du bist jung und machst liebend gerne die Nacht zum Tag? Kein Problem – lass es nur nicht bei der Arbeit raushängen. Deine miese Performance auf deinen Alkoholkonsum der letzten Nacht zu schieben oder Kundentermine zu verpennen, sind absolute No-Gos und können dir im Handumdrehen eine Kündigung einbringen. Feiere also während der Woche – wenn überhaupt – mit Verstand und sorge dafür, dass du es am nächsten Morgen pünktlich und fit zur Arbeit schaffst. Stell dir zur Sicherheit drei Wecker (und einen davon ans andere Ende deines Zimmers), sorge mit einem Frühstück für eine gute Grundlage und trinke tagsüber genügend Wasser. Ein Powernap in der Mittagspause kann auch nicht schaden. Und so wird dir im Idealfall keiner so schnell deine Leidenschaft für lange Partynächte anmerken.

„Ich habe eine persönliche Krise – deshalb nehme ich mir einen Tag frei.“

Stress mit deinem Partner, miese Laune oder einfach nur mit dem falschen Fuss aufgestanden? Wenn du dich mental nicht dazu in der Lage fühlst, deiner Arbeit nachzugehen, ist das an sich absolut legitim. Aber schieb deine Entschuldigung nicht vage auf deine privaten Probleme. Auch im 21. Jahrhundert wird man komisch angeguckt, wenn man seine Probleme von zuhause mit ins Büro nimmt, anstatt konzentriert seiner Arbeit nachzugehen. Ausnahmen sind natürlich Situationen wie zum Beispiel Trauerfälle, Burn-Out, Depressionen oder andere psychischen Erkrankungen. Suche dann aber einen Facharzt auf, kurier dich aus und lass dich vor allem für diese Zeit ärztlich krankschreiben.

„Mir ist zurzeit ziemlich langweilig.“

Ebenfalls kein Satz, den dein Chef hören will. Schliesslich bezahlt er dich nicht dafür, deine Zeit einfach nur abzusitzen, oder? Falls du dich unterfordert fühlst, geh die Sache cleverer an: Frag deine Kollegen oder Teamleiter, ob sie Unterstützung brauchen oder weitere Aufgaben für dich haben. Erzähl deinem Chef, dass du dich gerne noch in ein weiteres Projekt einarbeiten möchtest – und liefere vielleicht sogar eigene Ideen dazu. Das signalisiert Engagement und ein gutes Zeitmanagement – anstatt Passivität. Und je öfter du dich beweisen kannst, desto eher wird dir dein Chef mit der Zeit mehr Verantwortung überschreiben. Deine Langeweile ist dann passé!

„Das haben Sie mir so aber nicht gesagt!“

Jeder macht mal einen Fehler, aber bevor du deinen Chef blossstellst und mit Anschuldigungen bombardierst, atme nochmal tief durch. Als Mitarbeiter wird von dir eben auch erwartet, dass du Dinge hinterfragst, Fehler im Vorhinein erkennst und auch sonst bei der Bearbeitung der Aufgaben mitdenkst (ohne dabei zum Besserwisser zu mutieren). Folgende Schritte solltest du beherzigen, wenn es bei einem Projekt nicht gut läuft:

1. Gib offen zu, dass die Aufgaben nicht so wie gedacht erledigt wurden.
2. Sage, dass du den Fehler schnellstmöglich behebst, wenn es noch nicht zu spät sein sollte.
3. Entschuldige dich – aber wirklich nur, wenn du auch Schuld an dem Problem hast. Sonst gehst du direkt zum letzten Punkt über:
4. Setz dich mit deinem Chef zusammen und besprecht, wodurch die Probleme oder Konflikte genau entstanden sind – und wie ihr es das nächste Mal besser machen könnt.

Erst denken, dann reden, lautet auch in diesem Kontext die Devise. Wenn du unhöflich, ungeschickt oder einfach nur unbedacht im Büro daherredest, dann kannst du dir damit ziemlich schnell deine Karriere verbauen. Wäge dein Vorgehen also gut ab und antworte clever und bedacht.

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