Fu nf pirate bt
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06 Juli 2016 um 14:55

Fluch der Karibik lässt grüssen! Dieser Brainteaser entführt dich in die Welt von wilden Piraten und sagenumwobenen Schätzen. Auch wenn du jetzt gedanklich schon im Abenteuer-Modus bist: Kehr nochmals kurz auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Recruiter will hier deine Fähigkeiten testen – und zwar dein logisches Denkvermögen! Kannst du ihn überzeugen? Mit ein bisschen Übung bestimmt! Hier kommen Tipps, wie du es anstellen kannst.

Brainteaser Rätsel Fünf Piraten Schatz

Die Fragestellung:

Ein legendärer Schatz wurde gefunden – doch die Piraten A, B, C, D und E müssen ihn unter sich aufteilen. Die Piraten einigen sich auf das folgende Vorgehen: Um festzulegen, wie die 100 Goldmünzen aufgeteilt werden, muss jeder Pirat einen Vorschlag machen – und das in alphabetischer Reihenfolge. Falls der Vorschlag von Pirat A nicht mindestens 50% der anderen überzeugt, wird Pirat A über Bord geworfen und geht leer aus. Dann geht es mit Pirat B nach dem gleichen Schema weiter.

Welchen Anteil an den Goldmünzen kann Pirat A also höchstens fordern, um die Hälfte der Piraten von seinem Vorschlag zu überzeugen?

Einordnung der Frage: Worum geht es?

Bei dieser Art von Brainteaser steht das logische Denken im Fokus. Das bedeutet, der Recruiter erwartet von dir, von der Ausgangslage folgerichtig auf das richtige Ergebnis zu schliessen. Gehe also systematisch vor: Hast du alle wichtigen Infos und Aussagen aus der Fragestellung herausgefiltert? Und hast du auch wirklich die richtigen Folgerungen aus ihnen gezogen? Nur so wirst du dem Recruiter eine korrekte und nachvollziehbare Lösung liefern können.

Rückfragen stellen: Dos und Don’ts

Damit du von Beginn an richtig mit der Situation umgehst und dein Vorgehen planen kannst, solltest du zunächst die Regeln für den Ablauf und den Umgang mit der Brainteaser-Frage abklären. Damit zeigst du dem Recruiter einerseits dein Interesse an einer Lösung und erfährst zusätzlich, in welchem Rahmen du dich bei der Antwortfindung bewegen kannst. Dabei solltest du unbedingt einige allgemeine Dos und Don’ts beachten:

Allgemeine Dos:

  • Stell deine Rückfragen so konkret wie möglich.

  • Schau deinem Gegenüber immer in die Augen. Augenkontakt ist für die Empathie wichtig, die vielleicht dazu führt, dass du den ein oder anderen Hinweis erhältst, den andere nicht bekommen.

  • Schätze Grössenordnungen erst selber ein, bevor du beim Recruiter nachfragst, ob du damit richtigliegst.

  • Rechne immer alleine und ohne Unterstützung des Recruiters.

Dos Beispielformulierungen:

  • „Darf ich Stift und Zettel benutzen, um mir Notizen zu machen und meine Überlegungen aufzuschreiben?“

  • „Darf ich Ihnen Rückfragen stellen? Und wenn ja, wie viele Rückfragen sind gestattet?“

Allgemeine Don’ts:

  • Stell keine dummen Fragen! Damit ist gemeint: Frag nicht nach Fakten, die du kennen solltest, wie zum Beispiel die Anzahl der Wochen eines Jahres, wie viele Tage ein Jahr hat oder wie viele Meter ein Kilometer hat.

  • Stell nicht zu viele Fragen. Nicht der Recruiter soll dir eine Antwort geben, sondern du ihm.

  • Verlier dich bei deinen Fragen nicht in zu vielen Details.

Don’ts Beispielformulierung:

  • „Cool, Fluch der Karibik ist einer meiner Lieblingsfilme! Mögen Sie auch Johnny Depp? Ich fand sein Styling total cool in den Filmen. Und… sorry, was war nochmal die Frage?“

  • „Fünf Piraten? Puh, das dauert ja ewig, das auszurechnen… Ich würde Ihnen in der restlichen Zeit lieber noch mehr von meinen beruflichen Erfahrungen erzählen, wenn das ok ist?“

Der Lösungsweg:

Pirat A wird sich am einfachsten mit der Lösung tun, wenn er etwas von der Spieltheorie versteht – genauer gesagt von sogenannten endlichen Spielen.

Und wie du vorgehen kannst, um den Fall zu lösen? Frag dich zunächst, unter welchen Bedingungen zwei der restlichen Piraten Kandidat A zustimmen würden. Das ist der Fall, wenn sie auch dann schlecht abschneiden würden, falls Pirat A über Bord geht.

Fang das Ganze also von hinten an: Was würde passieren, wenn Pirat E als einziger übrig bliebe? Dann hätte er natürlich den ganzen Schatz für sich. Bleiben allerdings D und E übrig, geht E leer aus. Denn Pirat D hat bei nur zwei verbleibenden Personen schon die nötigen 50% der Stimmen – und kann alles für sich behalten.

Und weiter geht’s: Bleiben C, D und E übrig – und Pirat C will möglichst viele der Münzen erhalten – muss er mindestens einen der beiden anderen überzeugen. Pirat D wird sicher nicht darauf eingehen, denn er bekommt schliesslich alles, wenn C über Bord geht. Pirat E wird sich allerdings schon bei einer Münze Anteil auf Pirat C’s Seite schlagen, ansonsten würde er ja leer ausgehen. D.h.: Pirat C könnte 99 Münzen beanspruchen, D bekäme nichts und E eine Münze.

Sind allerdings noch die Piraten B, C, D und E übrig, muss B nur einen der anderen Piraten überzeugen. Am besten wird das bei Pirat D funktionieren, der leer ausgehen wird, wenn B über Bord muss. Daher schlägt B vor, 99 Münzen selbst zu behalten und D eine Münze zu geben. C und E haben Pech gehabt.

So, jetzt kommen wir endlich zu Pirat A: Er muss zwei andere Piraten von seinem Vorschlag überzeugen. Das wird klappen, wenn er jeweils C und E eine Münze anbietet, denn die beiden würden ja nichts bekommen, falls A über Bord geht. Pirat A kann also 98 Münzen beanspruchen und ist auf der sicheren Seite.

Lösung:

Pirat A kann höchstens 98 Goldmünzen einfordern, um die Unterstützung der Hälfte der Piraten zu erhalten.

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