Sensirion 2
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19 Mai 2017 um 15:07

Interview mit Junior R&D Engineer Fabian Weller

Der gebürtige Marburger Fabian Weller studierte Physik an der Universität Konstanz und begann vor knapp einem Jahr ein Praktikum in der Forschung und Entwicklung bei Sensirion, einem der weltweit führenden Hersteller für Mikrosensorik mit Hauptsitz im zürcherischen Stäfa. In seinem halbjährigen Praktikum im Team Sensor Innovation arbeitete er mit bei der Entwicklung eines neuen Sensors zur Messung des CO2-Gehalts in der Luft. Heute ist er unter anderem für die Durchführung, Analyse und Weiterentwicklung der Testmessungen desselben Sensors verantwortlich – inzwischen aber bereits in der Funktion als Junior R&D Engineer in Festanstellung.


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Weshalb hast du nach Studienabschluss mit einem Praktikum begonnen, anstatt direkt eine Festanstellung zu suchen?

Nach Abschluss meines Masterstudiums musste ich mich entscheiden, ob ich bereits in die Arbeitswelt einsteigen oder doch lieber promovieren wollte. Da ich noch wenig Arbeitserfahrung hatte, konnte ich mir damals noch nicht vorstellen, wie es in der Industrie tatsächlich abläuft. Daher habe ich mich entschieden, mir im Rahmen eines Praktikums ein besseres Bild zu verschaffen. Da ich zu dieser Zeit gerade ein halbes Jahr durch die Welt reiste, war es aus der Distanz einfacher, eine Praktikumsstelle anstelle einer Festanstellung zu finden. Während der Bewerbung bereiste ich gerade die USA. Das Bewerbungsgespräch selbst hielten wir über Skype ab.

Wie hast du dich für deinen heutigen Arbeitgeber Sensirion entschieden?

Ich schaute mir schon in den Jahren vor Abschluss diverse Stellen- und Unternehmensprofile auf den verschiedenen Jobplattformen an. Dadurch konnte ich nach und nach eine Vorstellung davon entwickeln, welche Branchen ich interessant fand und welche Aufgabenbereiche zu mir passten. Das Unternehmen Sensirion war mir bereits an einer Karrieremesse in Konstanz positiv aufgefallen. Nebst der starken Ausrichtung des Unternehmens auf Forschung und Entwicklung, sprach mich auch dessen Grösse an. Denn trotz der mittlerweile rund 600 Mitarbeitenden konnte Sensirion den dynamischen, innovativen und familiären Startup-Spirit beibehalten und es herrschen nach wie vor flache Hierarchien. Zudem wird den Mitarbeitenden sehr viel geboten: sei es Beteiligung am ÖV-Billet oder kostenloser Kaffee, soziale Veranstaltungen, wie das wöchentliche Freitagsbier, oder ein Sport- und der Musikraum sowie die gemeinsamen Fussball- und Unihockeytrainings über Mittag.

Da ich mich bereits in meiner Masterarbeit mit dem Thema Sensorik befasst hatte, hat mich auch das Aufgabengebiet angesprochen. Zudem gefiel mir die Aussicht, nicht nur am Computer, sondern auch im Labor zu arbeiten und dabei meinen abwechslungsreichen Tagesablauf flexibel zu gestalten. Bei Sensirion hatte ich die wertvolle Möglichkeit, von Anfang an eigenverantwortlich zu arbeiten und eigene Ideen umzusetzen.

Wie hast du den Sprung vom Praktikanten zum Junior R&D Engineer geschafft?

Als sich der Berufsalltag bei Sensirion als das herausgestellt hat, wie ich es mir im Studium erhofft hatte, entschied ich mich, nicht zu promovieren. Als sich das Praktikum seinem Ende näherte, sprach ich meinen Vorgesetzten auf die Option einer Festanstellung an. Da sich zu dieser Zeit eine Stelle auftat, die es mir auch ermöglichte an meinem bisherigen Projekt weiterzuarbeiten und ich im Praktikum offenbar gute Arbeit geleistet hatte, wurde ich erfreulicherweise gleich übernommen.

Heute bin ich Laborverantwortlicher für den neu entwickelten CO2-Sensor und die Feuchte- und Temperatursensoren. Dabei umfasst mein Aufgabenbereich nebst der Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation von Sensormessungen auch die Weiterentwicklung des von uns eigens entwickelten Messgerätes sowie die Programmierung der Auswertungssoftware. Ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Aufgabengebiet, in welchem ich mich voll einbringen kann.

Aufgrund des starken Firmenwachstums bieten sich bei Sensirion immer wieder Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Richtung Fach- oder Führungskarriere. Ich bin mir folglich sicher, dass sich mir bei Sensirion auch in Zukunft sehr spannenden Tätigkeiten und Herausforderungen bieten werden.

Was rätst du Studienabgängern für deren Karriereeinstieg?

Am wichtigsten erscheint es mir, sich zu Anfang noch nicht zu sehr auf eine Branche oder Richtung zu versteifen. Sofern das Stellenprofil zu einem passt und die Aufgaben interessant klingen, kann man durch eine Bewerbung nichts verlieren. Auch wenn sich die Ausschreibung nicht zu 100 % mit den eigenen Erwartungen deckt. Eventuell wird man im Bewerbungsgespräch ja positiv überrascht. Und falls es dann trotzdem nicht passt, hat man immerhin wertvolle Erfahrung und Übung gewonnen, sodass es bei der tatsächlichen Traumstelle dann sicher nicht an einem unbeholfenen Bewerbungsgespräch scheitert.

Falls auch Sie Ihre Karriere bei Sensirion starten möchten, finden Sie hier spannende Stellenangebote für Studierende und Absolvierende.

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