Flexible workforce
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05 Sept 2017 um 15:39

Ein neues Lebenskonzept verändert die Arbeitswelt. Immer mehr Menschen wollen nicht mehr in traditionellen Arbeitsmodellen tätig sein. Und immer mehr Menschen wollen nicht ihr Leben der Arbeit, sondern die Arbeit ihrem Leben anpassen. Diese Entwicklung wird den Arbeitsmarkt der Zukunft entscheidend verändern – am Begriff «Flexible Workforce» führt in diesem Zusammenhang kein Weg mehr vorbei; das beginnt bereits im Studium.


Im Laufe eines jeden Studiums warten zahlreiche Fragen dar- auf, beantwortet zu werden. Auch solche, die weit über die Studienzeit hinausgehen: Was mache ich später? Werde ich eine Balance zwischen Berufs- und Privatleben halten können? Wo will ich hin? Und vielleicht auch: Wo werde ich in einigen Jahrzehnten sein? Gibt es den Beruf, den ich gerade studiere, auch in Zukunft noch? In wie vielen verschiedenen Berufen werde ich während meines Lebens arbeiten?

Auslaufmodell Vollzeitstelle

Fest steht: der Mitarbeitertypus, der lange Zeit für ein einziges Unternehmen arbeitet, wird mehr und mehr zum Auslaufmodell. An dessen Stelle treten flexible Arbeitsformen, welche die Arbeits- welt, wie wir sie kennen, grundlegend verändern werden. Wer sich dessen heute schon bewusst ist, hat einen entscheidenden Vorteil im späteren Berufsleben. Die Anzahl der Menschen, die sich flexible Arbeitsverhältnisse wünschen, ist heute grösser denn je und über alle Alters- und Gesellschaftsschichten verteilt: Studierende, die sich ihre Ausbildung finanzieren möchten. Arbeitskräfte, die sich in Weiterbildungsphasen befinden. Selbstständige, die sich während des Au aus einer beruflichen Unabhängigkeit ein zweites Standbein zur finanziellen Absicherung wünschen. Dazu gibt es immer mehr Mütter und Väter, die sich neben der Arbeit mehr Familienzeit wünschen. Und nicht zuletzt Pensionierte, die ihre Erfahrung weiterhin der Arbeitswelt zur Verfügung stellen möchten.

Der individualisierte Mensch

Ursprung des Wunsches nach flexiblen Arbeitsmodellen ist derweil nicht nur die Notwendigkeit. Im fortgeschrittenen Prozess der Individualisierung stellt sich der Mensch selber in den Mittelpunkt und will ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen. Und so gibt es immer mehr Menschen, welche die Arbeit an ihr Leben anpassen wollen und nicht umgekehrt. Dadurch verändert sich auch die Weise, wie Menschen ihren Platz in der Arbeitswelt sehen: Sie sehen sich selbst und ihre Kompetenzen weniger als Teil der Gemeinschaft eines Unternehmens, sondern stellen ihr Wissen und ihre Erfahrung selbstbestimmt zur Verfügung. Der Entscheid, ob, in welchem Ausmass und in welcher Lebensphase sie ihre Kompetenzen mehr für den Beruf oder mehr für ihr Privatleben einsetzen wollen, bildet ein neues Lebenskonzept. Und immer mehr Menschen wählen diese neue Lebensart und setzen auf flexible Arbeitseinsätze. Dies belegen Online-Plattformen wie zum Beispiel Coople, auf welcher schon über 130’000 Arbeitnehmende eingeschrieben sind. Tendenz stark steigend.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren

Die Zeichen der Zeit sind klar, die Mitarbeitenden sind bereit – und die Unternehmen? Sind die Arbeitgeber gewillt, Menschen mit diesen neuen Lebenskonzepten den dafür benötigten Freiraum zu geben? Wissen sie schon, wie solche Mitarbeitenden zu führen sind? Können sie das nötige Vertrauen gewähren und die richtigen Ziele für solche Arbeitsformen vorgeben? Wissen sie, wie dieser neue Trend zum Vorteil genutzt werden kann? Dazu ist die Thematik gesammtheitlich zu betrachten: Die flexiblen Arbeitskräfte sind für Unternehmen nicht nur wegen ihrer Kompetenzen eine wertvolle Ressource. Sie arbeiten in der Regel auch besonders effizient, motiviert und pflichtbewusst, da sie ihre Aufgaben in der begrenzen Zeit, in der sie tätig sind, erledigen müssen. Es geht folglich darum, die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. So werden Kern-Teams bei Bedarf durch externe flexible Arbeitskrafte um Kompetenzen oder Kapazitäten ergänzt. Dieses Kompetenz-Management gilt es mit der Organisation der Arbeitsplätze zu kombinieren: Ein Festangestellter kann für ein Projekt von zuhause aus arbeiten, während ein Externer für ein Projekt, das häfige Interaktion benötigt, im Büro vor Ort ist. Berücksichtigen Unternehmen all diese Dimensionen der Flexibilität, resultiert daraus ein optimaler Mitarbeiter-Einsatz.

Bereit für die Zukunft

Unabhängig davon, welche Bahnen oder welche Wende das berufliche Leben nehmen wird, der selbstbestimmte und flexible Einsatz der eigenen Kompetenzen ist eine Konstante im Arbeitsleben der Zukunft , in allen Bereichen einer Unternehmung. Wer dies bereits im Studium realisiert, ist im Vorteil. Denn wer während der Studienzeit flexibel arbeitet, sammelt wichtige Erfahrungen mit diesem Arbeitsmodell, die später im Arbeitsleben und in Führungspositionen eingesetzt werden können.

Viktor Calabrò, CEO, Coople (vormals Staff Finder AG)

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