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«Noch nicht» – zwei kleine Wörter schenken Hoffnung und Selbstvertrauen

Ein Studium nimmt Zeit in Anspruch. Daher ist es nur nachvollziehbar, wenn du im Anschluss sofort loslegen und dein Wissen in die Tat umsetzen willst.

  • 03. Aug 2022
  • 3 Min. Lesezeit
  • Emilie

Viele Absolventen*innen setzen sich zum Ende des Studiums stark unter Druck. Die Angst, den Traumjob zu verpassen, dominiert das Denken. Wer es schafft, sich regelmässig auszuklinken und den Kopf freizubekommen, schöpft neue Kräfte. Hilfreich ist ein Rückzug in die freie Natur. Viele Probleme lösen sich von selbst, wenn du sie in Ruhe reflektierst und aus einer veränderten Perspektive betrachtest. Kommst du alleine nicht klar, hilft dir der Rat von Experten*innen weiter

Sorge auf das falsche Pferd zu setzen

Sich für einen Job zu entscheiden, ist mit Loslassen verbunden. Aus dem riesigen Pool von Möglichkeiten gilt es den Arbeitgeber und Arbeitsplatz auszuwählen, der für die nächsten Monate und Jahre das Leben und die Karriere prägen wird. Viele Absolventen*innen haben Angst, auf das falsche Pferd zu setzen. Diese Sorge ist berechtigt. Doch keine Jobwahl ist irreversibel. Falsche Entscheidungen gehören zum Leben. Wer es sich zugesteht, Fehler zu machen, tut sich leichter damit, einen Entschluss zu fassen. Nicht umsonst besagt ein kluger Ratschlag: «Angst ist ein schlechter Ratgeber». Das trifft auch für die Wahl des ersten Jobs nach dem Studienabschluss zu.

Bewusste Offline-Zeiten einplanen

Bist du 24 Stunden am Tag online aus Angst, die neuesten Stellenangebot zu verpassen und ständig im Austausch mit Kommilitonen*innen über den aktuellen Stand ihrer Bewerbungen, solltest du einen Gang zurückschalten. Nimm dir bewusst eine Auszeit, in der du dich zurückziehst. Offline-Zeiten ohne eine kontinuierliche Informationsflut geben dir neue Energie und du kannst deinen Stresspegel reduzieren. Hast du Bewerbungen verschickt und wartest auf Feedback, kannst du während deiner Auszeit deinen Posteingang ein- bis zweimal täglich zu festgelegten Zeiten überprüfen. Dadurch gewinnst du die Sicherheit, keine wichtigen Informationen zu verpassen und du kannst dich den restlichen Tag hinweg entspannen.

Zeit in der freien Natur verbringen

Ein guter Tipp, wenn du nicht abschalten kannst, ist es, Zeit alleine in der freien Natur zu verbringen. Ob ein erholsamer Waldspaziergang, ein Rundtrip mit dem Fahrrad oder eine Bergwanderung – die Stunden, die du ausschliesslich mit dir selbst verbringst, lassen dich zur Ruhe kommen. Du kannst dich ohne Störungen von aussen auf deine eigene Gedankenwelt konzentrieren, ausgedehnte Selbstgespräche führen und an deinen aktuellen Aufgaben arbeiten. Vermeintlich riesengrosse Probleme in der Jobsuche werden – mit ausreichend Abstand betrachtet – zu überwindbaren Hindernissen. Du siehst klar vor dir, welche Schritte als Nächstes anstehen und wo du deine Prioritäten setzen musst. Ein positiver Nebeneffekt: Hast du einmal die Erfahrung gemacht, dass dir das Alleinsein in der Abgeschiedenheit der freien Natur Kraft und Klarheit bringt, wächst dein Vertrauen in deine persönliche Problemlösungskompetenz.

Fachlichen Rat suchen

Für eine Karriereberatung ist es nie zu früh bzw. zu spät. Hast du aktuell das Gefühl von kompletter Orientierungslosigkeit und keinen Plan, wie du dein im Studium erworbenes theoretisches Wissen gewinnbringend in einem Unternehmen einbringen kannst, lohnt es sich, professionellen Rat einzuholen. Karriereberater*innen, die sich auf Studenten*innen und Absolventen*innen spezialisiert haben, sind fachlich und psychologisch geschult. Sie helfen dir, einen individuellen Karriereplan zu entwickeln und unterstützen dich mit ihrem Know-how und grossen Erfahrungsschatz in der wichtigen Phase des Berufseinstiegs.

Einen Blick in die Zukunft riskieren

Eine gute Möglichkeit, um dir die Entscheidung zu erleichtern, ist es, dir vorzustellen, du befändest dich 15 Jahre in der Zukunft und blickst auf dein aktuelles Ich zurück. Welchen Rat würdest du dir selbst geben? Was würdest du dir von dir selbst wünschen? Vielleicht mehr Entschlossenheit, Experimentierfreude und Mut zum Verlassen der eigenen Komfortzone? Vielleicht, dass du frühzeitig die Weichen für ein funktionierendes Familienleben mit geregelten Arbeitszeiten gestellt hättest? Die Ergebnisse deiner Reflexionen helfen dir, klare Ziele zu entwickeln und «eingetretene» gedankliche Pfade zu verlassen.

Fazit – wohlwollend und positiv denken

Damit du ausreichend Serotonin – den Botenstoff, der im Gehirn für positive Gefühle verantwortlich ist – ausschüttest und Stress auf ein Minimum reduzierst, solltest du die Jobsuche mit einer wohlwollenden Einstellung dir selbst gegenüber, strukturiert und mit der nötigen Leichtigkeit angehen. Bewusste Auszeiten, fachliche Unterstützung und ein ausreichendes Mass an Selbstreflexion helfen dir, einen klaren Blick zu bewahren, positiv zu denken und den Job zu finden, der am besten zu dir passt.