Dein erster Lohn: So bereitest du dich auf die Gehaltsfrage vor

Dein erster Lohn: Erfahre, wie du realistische Gehaltsvorstellungen findest und dich selbstbewusst auf die Gehaltsfrage vorbereitest.

  • 26. Oktober 2026
  • 2 Min. Lesezeit

«Welche Lohnvorstellungen haben Sie?» – spätestens wenn diese Frage im Vorstellungsgespräch fällt, werden viele Berufseinsteiger nervös. Schliesslich fehlt häufig die Erfahrung, um einschätzen zu können, welcher Lohn für die eigene Position realistisch ist.

Die gute Nachricht: Du musst nicht spontan irgendeine Zahl nennen. Mit etwas Recherche und der richtigen Vorbereitung kannst du selbstbewusst in das Gespräch gehen und deine Lohnvorstellung nachvollziehbar begründen.

Informiere dich über realistische Einstiegsgehälter

Bevor du eine Zahl nennst, solltest du wissen, was in deiner Branche und Position üblich ist. Informiere dich deshalb frühzeitig über durchschnittliche Einstiegsgehälter und berücksichtige dabei Faktoren wie Branche, Funktion, Region, Unternehmensgrösse und deinen Ausbildungsabschluss.

Nutze dafür verschiedene Quellen und vergleiche die Angaben miteinander. Auch Gespräche mit ehemaligen Mitstudierenden, Berufstätigen aus deiner Branche oder Personen aus deinem Netzwerk können dir eine bessere Einschätzung geben.

Wichtig: Orientiere dich nicht an einer einzelnen Zahl. Eine realistische Lohnspanne gibt dir deutlich mehr Spielraum.

Kenne deinen eigenen Wert

Auch als Berufseinsteiger bringst du bereits einiges mit. Praktika, Studentenjobs, Projekte, Weiterbildungen oder besondere Fachkenntnisse können für ein Unternehmen wertvoll sein.

Überlege dir deshalb vor dem Gespräch, welche Argumente deine Lohnvorstellung unterstützen. Vielleicht hast du bereits relevante Praxiserfahrung gesammelt, beherrschst gefragte Programme oder Sprachen oder hast während deines Studiums an spannenden Projekten gearbeitet.

Dabei geht es nicht darum, dich möglichst teuer zu verkaufen. Vielmehr solltest du zeigen können, warum deine Vorstellung realistisch ist.

Bereite deine Antwort auf die Gehaltsfrage vor

Wenn du dich bereits vor dem Gespräch mit deinem Wunschlohn beschäftigt hast, bringt dich die Frage nicht aus dem Konzept. Formuliere deine Antwort klar und selbstbewusst, ohne dich dafür zu rechtfertigen.

Du könntest beispielsweise sagen:

«Aufgrund meiner Ausbildung, meiner bisherigen Praxiserfahrung und meiner Recherche für vergleichbare Einstiegspositionen stelle ich mir einen Jahreslohn im Bereich von XY bis XY Franken vor.»

Achte dabei darauf, ob über einen Jahres- oder Monatslohn gesprochen wird und ob ein 13. Monatslohn enthalten ist. So vermeidest du Missverständnisse und kannst Angebote besser vergleichen.

Schau nicht nur auf die Zahl

Der Lohn ist wichtig – aber nicht der einzige Faktor, der über ein gutes Jobangebot entscheidet. Gerade beim Berufseinstieg können auch Entwicklungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen einen grossen Unterschied machen.

Schau deshalb auf das Gesamtpaket. Dazu können beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Weiterbildungen, zusätzliche Ferientage, Bonusmodelle oder andere Benefits gehören.

Auch die Frage, wie viel du in einer Position lernen und welche Verantwortung du übernehmen kannst, sollte in deine Entscheidung einfliessen. Ein etwas tieferer Einstiegslohn kann unter Umständen trotzdem attraktiv sein, wenn dir die Stelle langfristig gute Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Die erste Gehaltsfrage kann ungewohnt sein – sie muss dich aber nicht nervös machen. Wer sich vorab über marktübliche Löhne informiert, die eigenen Stärken kennt und eine realistische Vorstellung vorbereitet, kann deutlich selbstbewusster ins Gespräch gehen.

Und denk daran: Dein erster Lohn ist genau das – dein erster Lohn. Mit wachsender Erfahrung, neuen Kompetenzen und mehr Verantwortung wird sich auch dein Marktwert weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass dein Einstieg zu deinen Zielen passt und dir eine gute Grundlage für deine weitere Karriere bietet.