Wie du beim Kanton Aargau einsteigst und weiterkommst

Zwei Perspektiven, eine Erfahrung: Christian und Jasmin über ihr Hochschulpraktikum beim Kanton Aargau.

Ein Praktikum ist dann richtig gut, wenn du am Ende mehr kannst als am Anfang und genau das erlebst du beim Kanton Aargau. Du kannst Projekte und Teilaufgaben übernehmen, die Wirkung haben, arbeitest mit Fachpersonen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und lernst, wie Verwaltung heute funktioniert: lösungsorientiert, vernetzt und mit Verantwortung. Christian und Jasmin erzählen, wie ihr Alltag damals in ihrem Hochschulpraktikum wirklich ausgesehen hat, welche Unterstützung und Weiterbildung sie genutzt haben und wie daraus ihr nächster Karriereschritt entstanden ist.

Christian hat 2019 mit einem Hochschulpraktikum bei HR Aargau gestartet und konnte in spannenden Projekten wie beispielsweise bei der Erarbeitung der HR-Strategie des Kantons Aargau mitwirken.

Skizziere in ein paar Sätzen deinen bisherigen Ausbildungs- und Berufsweg, von Studium bis heute.

Mein Studium der Politökonomie an der Uni Luzern habe ich 2019 abgeschlossen. Anschliessend folgte das Praktikum bei HR Aargau, gegen dessen Ende mir eine Festanstellung angeboten wurde. Ziel war es, eine Fachstelle Lohnpolitik neu aufzubauen, welche zuvor beim Kanton Aargau in dieser Form noch nicht existierte. Das Angebot war ein Glücksfall, da mich dieses Thema sehr interessierte. Parallel zum Stellenantritt habe ich bei der ZHAW den ersten von mittlerweile vier CAS gestartet. Nach dem Aufbau der Fachstelle durfte ich erste Führungserfahrung sammeln und später sogar die Leitung des Abteilungsstabs übernehmen.

Warum hast du dich für ein Hochschulpraktikum beim Kanton Aargau entschieden?

Aufgrund meines Studiums der Politökonomie interessierte ich mich sehr für die Schnittstelle zwischen Staat und Wirtschaft. Deshalb war ich eigentlich auf der Suche nach einem Praktikum bei der Abteilung Finanzen oder beim Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Als mir dann jedoch das Praktikum im zentralen HR mit Bezug zu Lohn und strategischer Personalarbeit ins Auge stach, hat mich dies sehr gereizt.

Was ist heute deine Funktion beim Kanton Aargau und wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ich leite die Sektion Lohnpolitik und HR-Controlling. Mein Team und ich sind dafür verantwortlich, dass unsere Mitarbeitenden und Lehrpersonen einen fairen Lohn erhalten und anständig versichert sind, damit der Kanton Aargau als Arbeitgeber konkurrenzfähig bleibt. Und natürlich müssen wir das Geld, welches wir dazu benötigen ordentlich budgetieren und beim Grossen Rat beantragen. Mein Arbeitsalltag besteht vor allem aus dem Austausch und der Zusammenarbeit mit meinem Team. Gemeinsam versorgen wir die Politik mit Zahlen und Auswertungen zu Mitarbeitenden, Löhnen und Versicherungen, damit diese ihre Entscheidungen fundiert treffen kann. Daneben passen wir das Lohnsystem und die Versicherungslösungen des Kantons Aargau laufend an die neusten Entwicklungen in Gesetz und Gesellschaft an.

Welche fachlichen Skills hast du im Praktikum aufgebaut, die dir heute direkt im Arbeitsalltag helfen?

Im Praktikum habe ich einige sehr zentrale Dinge gelernt, die es nur in einer Verwaltung gibt und die mich noch heute prägen. Beispielsweise das Bewusstsein, dass wir mit dem Geld der Steuerzahlenden arbeiten, dass wir ohne rechtliche Grundlage nicht handeln dürfen oder dass wir der Politik jederzeit Rechenschaft ablegen müssen. Gleichzeitig durfte ich auch die Erfahrung machen, dass wir eine unglaublich sinnvolle Arbeit in der Verwaltung leisten, die allen Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons zugutekommt.

Von welchem Weiterbildungsangebot beim Kanton Aargau konntest du bisher am meisten profitieren und welche Kompetenz möchtest du als Nächstes ausbauen?

Die Verwaltung Kanton Aargau transformiert sich in grossen Schritten, die letzten Prozesse werden digital, viele Prozesse sind bereits automatisiert und viele Arbeitsschritte werden aktuell auf KI-Unterstützung geprüft. Auch meine Sektion treibt diese Entwicklung tatkräftig voran, aber dazu muss das nötige Wissen erst aufgebaut werden. Glücklicherweise hat der Kanton Aargau mit dem internen Bildungsangebot ein reichhaltiges Kursangebot. Froh bin ich auch um die vielen Angebote zur Erweiterung der eigenen Soft Skills, beispielsweise zur Auftrittskompetenz oder in Bezug auf das Führungsverständnis des Kantons Aargau. Diese Angebote haben mir als junge Führungsperson sehr geholfen.

Was waren deine wichtigsten Aufgaben oder Projekte und wo konntest du früh Verantwortung übernehmen?

Früh Verantwortung übernehmen konnte ich bereits im Praktikum bei der Entwicklung der HR-Strategie. Spannend war auch die Entwicklung und Planung der Mitarbeitendenbefragung.

Was war dein grösster Aha-Moment im Praktikum, bei dem du gemerkt hast: "Jetzt komme ich wirklich weiter"?

Grundsätzlich habe ich mein Arbeitsumfeld so erlebt, dass gute Leistungen, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein schnell erkannt und mit der entsprechenden Übertragung von zusätzlicher Verantwortung und Kompetenzen honoriert wurden. Ich habe gespürt, dass meine persönliche Entwicklung den verantwortlichen Personen ein Anliegen war und durch diese gezielt gefördert wurde, beispielsweise indem mir bestimmte interne Weiterbildungen vorgeschlagen wurden oder indem ich auf wertschätzende Weise konstruktives Feedback erhalten habe. Insbesondere letzteres empfinde ich als zentral für die persönliche Entwicklung.

Welche Soft Skills hast du im Job beim Kanton Aargau entwickelt, die du im Studium noch nicht hattest?

Definitiv Frustrationstoleranz. Als neutraler Experte hat man manchmal einen schweren Stand, wenn die Politik die eigene Arbeit so stark prägt. Dies macht die Arbeit aber auch spannend und herausfordernd.

Jasmin hat im Jahr 2022 ein einjähriges Hochschulpraktikum im Bereich "Massnahmen" beim Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA) absolviert. Von April bis September 2023 folgte ein sechsmonatiges Hochschulpraktikum bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm.

Skizziere in ein paar Sätzen deinen bisherigen Ausbildungs- und Berufsweg, von Studium bis heute.

Nach meinem Masterstudium in Rechtswissenschaften an der Universität Basel bin ich beim MIKA gelandet. Im Rahmen des Hochschulpraktikums konnte ich erste Erfahrungen im Migrationsrecht sammeln. Anschliessend habe ich ein weiteres juristisches Praktikum bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm absolviert und Einblick in die strafrechtliche Praxis erhalten. Eigentlich hatte ich danach geplant, mich auf die Anwaltsprüfung vorzubereiten. Gleichzeitig wurde in einem Team beim MIKA eine Stelle frei und ich wurde angefragt, ob ich zurückkehren möchte. Dass man mich als ehemalige Praktikantin wieder ins Team holen wollte, habe ich als grosse Wertschätzung empfunden. Ich bin also zum MIKA zurückgekehrt, diesmal als Fachspezialistin. Kurze Zeit später konnte ich intern zum Rechtsdienst wechseln, wo ich heute als Juristin tätig bin. Rückblickend bin ich sehr froh meine Karriere nicht über die Anwaltsprüfung, sondern direkt in der Praxis weiterentwickeln zu können.

Warum hast du dich für ein Hochschulpraktikum beim Kanton Aargau entschieden?

Einerseits hat mich ein Praktikum im Migrationsbereich gereizt, weil das Rechtsgebiet juristisch komplex ist und gleichzeitig eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat. Andererseits haben mich auch die Rahmenbedingungen überzeugt. Die Praktika beim Kanton Aargau sind fair bezahlt und dauern in der Regel ein Jahr beziehungsweise mindestens sechs Monate, wodurch man sich wirklich vertieft in ein Rechtsgebiet einarbeiten kann und nicht nur oberflächliche Einblicke erhält. Zudem hat man von Anfang an die Möglichkeit, eigenständig an echten Fällen zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Was ist heute deine Funktion beim Kanton Aargau und wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Heute arbeite ich als Juristin beim Rechtsdienst des MIKA. Mein Arbeitsalltag besteht in der Bearbeitung von Einspracheverfahren: Ich analysiere Dossiers, prüfe die Rechtslage, setze mich mit den Argumenten der Parteien auseinander und verfasse Entscheidentwürfe. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der erstinstanzlichen Bearbeitung von Fällen betreffend Vollzug der strafrechtlichen Landesverweisung. Da es stets um Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen geht, ist jeder Fall anders, was die Arbeit anspruchsvoll und zugleich sehr abwechslungsreich macht.

Welche fachlichen Skills hast du im Praktikum aufgebaut, die dir heute direkt im Arbeitsalltag helfen?

Im Praktikum habe ich gelernt, mich in komplexe Dossiers einzuarbeiten und relevante von irrelevanten Informationen zu trennen. Diese Fähigkeit ist heute zentral. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Schreiben: Entscheide klar, strukturiert und rechtlich sauber zu begründen, ist eine Kernkompetenz, die ich heute täglich brauche.

Von welchem Weiterbildungsangebot beim Kanton Aargau konntest du bisher am meisten profitieren und welche Kompetenz möchtest du als Nächstes ausbauen?

Am meisten habe ich bisher vom Austausch im Team profitiert. Gerade im Migrationsrecht sind viele Fragestellungen sehr spezifisch und der direkte Zugang zu erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ist enorm wertvoll. In Zukunft möchte ich mich unter anderem im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiterbilden. Der Kanton Aargau hat mit AargauGPT eine eigene KI-Plattform für die Verwaltung entwickelt und bietet entsprechende Weiterbildungsangebote an. KI gewinnt auch im juristischen Alltag zunehmend an Bedeutung und kann uns bei der Analyse, Strukturierung und Bearbeitung von Fällen sinnvoll unterstützen. Deshalb ist es mir wichtig, im Umgang damit sattelfest zu werden.

Was war dein grösster Aha-Moment im Praktikum, bei dem du gemerkt hast: "Jetzt komme ich wirklich weiter"?

Ein prägender Moment war für mich die Erkenntnis, dass ich mit meiner Arbeit tatsächlich etwas bewirken kann und Fälle nicht mehr nur theoretisch auf dem Papier löse wie im Studium. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich im direkten Kontakt mit Parteien zunehmend sicherer werde. Irgendwann verschwindet auch die anfängliche Nervosität, wenn das Telefon klingelt, weil man weiss, dass man sich in den meisten Situationen souverän bewegen und den Menschen konkret weiterhelfen kann.

Welche Soft Skills hast du im Job beim Kanton Aargau entwickelt, die du im Studium noch nicht hattest?

Ich habe gelernt, komplexe Inhalte verständlich zu formulieren und mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen professionell zu kommunizieren. Mit der Zeit entwickelt man zudem ein gewisses "dickes Fell". Im Migrationsbereich trifft man Entscheidungen, die für die betroffenen Personen einschneidend sein können. Damit verantwortungsvoll umzugehen, ist eine wichtige Fähigkeit, die ich im Job entwickelt habe. Die Herausforderung besteht darin, sachlich und rechtlich korrekt zu entscheiden und gleichzeitig den menschlichen Aspekt nicht aus dem Blick zu verlieren.

Zwei Personen, zwei Fachgebiete, eine Erfahrung

Was Christian und Jasmin verbindet: Sie haben beim Kanton Aargau nicht nur Berufserfahrung gesammelt, sie haben sich weiterentwickelt, sinnhafte Aufgaben übernommen und einen echten Beitrag für die Region geleistet. Klingt das nach dem richtigen Einstieg für dich?

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