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3 Fragen, die du dir vor einem Jobwechsel stellen solltest

Max by
14 Juni 2016 um 18:07

Vielleicht bist du schon eine Weile in deinem Job, und so langsam wird der Gedanke laut, dass es an der Zeit für etwas Neues ist. Oder du bist genervt oder gelangweilt von deinen Aufgaben und/oder Kollegen. So oder so bleibt die Frage: Was, wenn du den Job wechselst und es bald bereust?

Ein Restrisiko bleibt natürlich immer. Du kannst dir nie zu 100 Prozent sicher sein, welche Aufgaben dich erwarten, wie du mit deinen neuen Verantwortungsbereichen zurechtkommst oder mit welchen Menschen du tagtäglich zu tun haben wirst. Aber wenn du dir die folgenden Fragen stellst, bevor du dich zu neuen Ufern aufmachst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du auch in ein paar Monaten noch der Überzeugung bist, das Richtige getan zu haben.

Handelst du aus Verzweiflung?

Dass man irgendwann keine Lust mehr auf schlecht bezahlte Praktika hat und endlich einen unbefristeten Vertrag mit tollen Salär unterschreiben will, ist nur allzu verständlich. Das bedeutet allerdings nicht, dass das erstbeste Angebot die beste Lösung ist. Klar, man muss bei allem auch realistisch sein und finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit sind nun mal sehr wichtig. Dennoch sollte man sich genügend Zeit nehmen und mit einem möglichst klaren Kopf entscheiden, ob man eine Stelle antritt oder nicht.

Wenn du es aus Geld- und Zukunftssorgen nicht schaffst, den Job auch mal losgelöst von diesem Faktor zu betrachten, dann wende dich an Freunde, Familie oder auch Karriere-Coaches. Denn je mehr man sich in Ängste und Zweifel hineinsteigert, desto eher stellt sich eine Entscheidung im Nachhinein als falsch heraus. Und das ist genauso fatal, wie die Karriere durch eine rosarote Brille zu betrachten – unglücklich macht nämlich beides.

Willst du nur jemandem etwas beweisen?

Seien es die Eltern, die ständig fragen, wann du denn endlich etwas „Richtiges“ machst, dieser eine Bekannte, der dir dauernd von seinem sensationellen Job erzählt, oder der Kollege oder Vorgesetzte, der dich auch nach Monaten noch von oben herab behandelt, als wärst du der letzte Trottel: Indem du DIE Superstelle an Land ziehst, zeigst du es allen.

Aber: So genugtuend sich diese Vorstellung auch anfühlt, sollte sie nicht der einzige Grund sein, aus dem du einen Jobwechsel anstrebst. Sei dir deiner eigenen Stärken stets bewusst, halte Ausschau – und wenn sich eine wirklich gute Gelegenheit auftut, dann ergreif die Chance! Und bis es soweit ist: Versuch, dich nicht von der Negativität (und vermutlich Unsicherheit) anderer anstecken zu lassen, sondern möglichst professionell, ruhig und klar zu bleiben.

Beschleicht dich eine düstere Vorahnung?

Beobachte, wie du dich fühlst, wenn du schon ein paar heimliche Bewerbungsgespräche hinter dir hast: Bist du voller Tatendrang und Vorfreude – oder wird dir eher mulmig zumute, wenn du an die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen denkst? Im letzten Fall gab es wahrscheinlich ein paar Warnsignale: Dein potenzieller neuer Chef hat sich für deine bisherigen beruflichen Leistungen, deine Wünsche und Ziele kaum interessiert – kannst du da wirklich auf einen erfüllenden Arbeitsalltag hoffen? Das Team, dem du vorgestellt wurdest, war zwar höflich – aber irgendwie auch ernst und gestresst. Arbeiten sie vielleicht gerade an einem schwierigen Projekt und stehen kurz vor der Deadline – oder ist das die (beklemmende) Standard-Atmosphäre im Büro?

Solche Warnsignale will man gerne mal übersehen, weil im neuen Unternehmen vielleicht eine Beförderung oder ein höheres Salär winken oder man einfach um fast jeden Preis weg vom alten Job will. Aber wenn du – abgesehen von ein paar verständlichen Schmetterlingen im Bauch – ernste Zweifel hast, dann ist es durchaus wahrscheinlich, dass das vermeintlich tolle Gewinnlos in Wirklichkeit eine Niete ist. Oder du innerlich eigentlich (noch) gar nicht bereit für einen Jobwechsel bist. Mach dir also gründlich Gedanken, bevor du womöglich eine unüberlegte Entscheidung triffst, die du schon bald bereust. Das bedeutet nicht, dass du die Angst vor dem Neuen regieren lassen sollst. Aber eine wohlbedachte Entscheidung ist die beste Voraussetzung für langfristige Zufriedenheit im nächsten Job.

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