Rotes fragezeichen vor himmel mit wolken 5 lieblingsfragen von ceos bewerbungsgespr ch
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Bewerbungsgespräch: 4 Lieblingsfragen von CEOs

Max by
11 Aug 2015 um 11:12

Normalerweise trifft man im Vorstellungsgespräch auf Personaler und Abteilungsleiter. Weil aber nicht immer alles „normal“ läuft, kann es schon mal passieren, dass du im Bewerbungsgespräch dem CEO gegenübersitzt. Und der stellt – normalerweise – andere Fragen als HR. Diese zum Beispiel.

1. „Ganz nach oben, bitte“ – Der Elevator Pitch

Der berühmt-berüchtigte Elevator Pitch zeigt sehr gut, was beim Gespräch mit dem CEO anders ist: Es geht weniger um konkrete Fragen als vielmehr um Aufgaben. Bei dieser hier wird der Bewerber darum gebeten, sein Leben in ein bis maximal zwei Minuten zusammenzufassen – eben so, als hättet ihr euch im Aufzug getroffen: Das ist deine Gelegenheit! Aber wenn für deinen Gesprächspartner die Tür aufgeht, ist deine Zeit abgelaufen.

Eine Minute? Das würde zwar schon auf ein ziemlich hohes Gebäude hindeuten, ist für deine Lebensgeschichte aber trotzdem ganz schön knapp. Und genau darum geht es. Du musst priorisieren, Wichtiges von Unwichtigem trennen und auf den Punkt kommen. Natürlich ist dem CEO egal, welche Farbe dein erstes Fahrrad hatte. Vielmehr musst du dir einige wenige prägende Ereignisse und Erfahrungen heraussuchen, die dich und deinen Weg massgeblich beeinflusst haben. Zum Schluss sollte sich alles sinnvoll zusammenfügen und erklären, warum du jetzt in genau diesem Gespräch sitzt.

2. Weniger Hypothesen, mehr Praxis

Während im „normalen“ Bewerbungsgespräch oft die Einleitung „Stellen Sie sich vor…“ gebraucht wird, gehen CEOs gerne in die Vollen und konfrontieren Kandidaten mit Problemen, vor denen das Unternehmen tatsächlich gerade steht.

Das ist einerseits eine Problemlösungs-Aufgabe wie alle anderen auch, die den Bewerber auf die bekannten Punkte hin prüft: Wie schnell und gut versteht er die Problematik? Ist er in der Lage, die Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und detailliert zu analysieren? Welche Lösungsansätze bringt er an?

Andererseits ist es natürlich sowohl für dich als auch für den CEO ein Unterschied, ob die Problemstellung hypothetisch oder real ist: Er hat sich logischerweise schon damit auseinandergesetzt und hat ein besonderes persönliches Interesse an der Lösung; du willst selbstverständlich so gut wie möglich antworten – wenn du spontan die perfekte Antwort finden würdest, wäre das schliesslich das dickste Plus, das deine Bewerbung kriegen kann.

Wie nutzt du nun diese grossartige Gelegenheit, dich als optimalen Kandidaten für den Job zu präsentieren? Punkt 1: Kurz nachdenken ist besser, als die ersten Gedanken gleich auszusprechen. Beginne dann mit einer allgemein gefassten Aussage – etwa in welche grobe Richtung die Lösung gehen könnte. Daraufhin solltest du deinen Ansatz nachvollziehbar begründen. Es ist auch auf keinen Fall von Nachteil für dich, hier entsprechende Fragen zu stellen! Dadurch zeigst du dein Interesse an der Lösungsfindung und dass du dir erst ein genaues Bild vom Sachverhalt machen willst: beides spricht absolut für dich!

3. Die Kompatibilitäts-Frage

Du hast es schon zig mal gelesen: Die Persönlichkeit eines Bewerbers ist ebenso ausschlaggebend wie seine Qualifikation. Jemand, der alles kann, aber im Team ein einziger Fremdkörper ist, ist einfach keine gute Besetzung.

So kann es passieren, dass der CEO dir Fragen stellt wie „Was war das letzte Kostüm, das Sie getragen haben?“ Darauf bist du mit Sicherheit nicht vorbereitet: Warum will er das denn bitte wissen? Der Punkt ist: will er gar nicht – zumindest nicht in erster Linie. Viel wichtiger ist deine Reaktion auf die Frage. Daran merkt man nämlich schnell, ob man eine humorbefreite, sich selbst viel zu ernst nehmende Person vor sich hat. Wenn du mit solchen Fragen locker und mit einem herzlichen Lachen umgehst, ist alles in Butter. Und wenn dann noch deine Geschichte über das Kostüm und die Party super ist, hätte es besser nicht laufen können.

4. Der Flughafen-Test

Diese Frage stellt der Interviewer nicht dir, sondern sich selbst: Möchte ich mit dieser Person zusammen am Flughafen festsitzen? Genauer gefragt: Ist mein Gegenüber in der Lage, mit mir zu diskutieren, mir zuzuhören? Ist seine Gegenwart angenehm oder löst sie einen Fluchtimpuls aus?

Dieser Test ist sehr wichtig und kann entscheidend sein. Funken du und der CEO auf völlig unterschiedlichen Wellenlängen, kann es schwierig werden. Letztlich ist dieser „Test“ eine reine Sympathiefrage – und dementsprechend hast du nur bedingt Einfluss darauf. Um hier zu punkten, solltest du bereit sein, Meinungen, Interessen und Leidenschaften mit deinem Gegenüber zu teilen. Sei offen und nimm es an, wenn ein Thema aufkommt, das nicht direkt mit dem Job zu tun hat. Zeig, wer du bist! Vergiss dabei jedoch nicht, dass du dich immer noch in einem Bewerbungsgespräch befindest und nicht mit deinen Freunden in der Kneipe sitzt. Deine Antworten müssen angemessen sein – sowohl den Inhalt als auch den Ausdruck betreffend. Achte auch immer auf die Reaktion des CEOs: Hast du ein gemeinsames Interesse entdeckt? Geh ruhig etwas näher darauf ein! Merkst du, dass eure Meinungen stark auseinandergehen? Antworte kurz und diplomatisch und wechsle möglichst elegant das Thema. Jeder wartet lieber mit einer empathischen Person auf den Flieger als mit einer, die ein Brett vorm Kopf hat!

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