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Aus welchem Grund sollten wir Sie nicht einstellen?

07.October 2015 3 Min. Lesezeit Interview

Ähnliche Fragen: - Was spricht gegen Sie als Bewerber?

Diese Frage gehört ganz eindeutig zu der Kategorie „besonders fies“ und damit zu den psychologischen Quälgeistern, die dich im Vorstellungsgespräch eiskalt erwischen können. Sie ist eine der besonders gefürchteten Fragen, die einen Bewerber schon mal komplett aus der Fassung bringen können. Mit der richtigen Strategie findest du aber sogar hierauf eine gute Antwort und meisterst die Frage locker.

Vorbereitung auf diese Frage:

Setz dich vor dem Vorstellungsgespräch hin und überleg dir Antworten auf folgende Fragen: 1. Was sind meine beruflichen und persönlichen Ziele? 2. Aus welchen Gründen würde ich auf den Job verzichten? 3. Was sind meine Schwächen? (Diese sollten auf keinen Fall zu den Kernkompetenzen gehören, die in der Stellenausschreibung gefragt sind!)

Dos:

Regel Nummer 1: Bleib ruhig und gelassen, denn nur so wirkst du professionell und selbstbewusst – ein Muss in dieser Situation. Auch Sachlichkeit ist hier gefragt, egal wie provozierend der Recruiter die Frage gestellt hat.

Beispiel für eine positive Formulierung, wenn vorher schon über das Thema „Schwächen“ gesprochen wurde: „Gegen mich spricht tatsächlich wenig. Über mein Defizit, dass ich mir nicht so gut Namen und Gesichter merken kann, haben wir ja bereits gesprochen. Ich kann hier nur noch einmal wiederholen, dass mir diese Schwäche bewusst ist und ich eine Strategie entwickelt habe, um mich hier zu verbessern. Meine fachlichen Qualifikationen sprechen eindeutig dafür, dass ich die Stelle sehr gut ausfüllen werde.“

Beispiel für eine positive Formulierung, wenn vorher noch nicht über das Thema „Schwächen“ gesprochen wurde. „Ich habe die Schwäche, mir Namen nur schlecht einprägen zu können, und auch mathematische Zusammenhänge bereiten mir manchmal Schwierigkeiten. Ich bin mir allerdings sicher, dass diese Defizite für diese Stelle nicht relevant sind und ich alle nötigen Qualifikationen mitbringe. Auch wäre ich nicht bereit, mehrere Jahre ins Ausland zu gehen, wobei dies meines Wissens nach für diese Stelle ja auch nicht vorgesehen ist. Das wären die einzigen Punkte, die gegen mich sprächen.“

Don’ts:

Verfall nicht in Selbstanklage! Verlier nicht die Fassung! Nenn keine Schwäche, die zu den Kernanforderungen der Stellenanzeige gehört! Nimm die Frage nicht persönlich!

Beispiel für eine negative Antwort: „Ich habe die Schwäche, vor Publikum nicht gut sprechen zu können; ich werde dann nervös und verliere schnell den Faden. Ich weiss ja, dass dies für die Stelle wichtig ist, deswegen verspreche ich auch, dass ich an mir arbeiten werde.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Der Recruiter will mit dieser Frage in erster Linie deine Belastbarkeit testen. Er will herausfinden, wie du auf Stress reagierst, ob du gegebenenfalls die Nerven verlierst oder gar unhöflich und unsachlich wirst. Deine Qualifikationen stellt er damit nicht infrage – die hat er schliesslich schon geprüft und für ausreichend erklärt; sonst hättest du keine Einladung zum Gespräch erhalten.

Wir meinen:

Denk immer daran, dass es im Vorstellungsgespräch in erster Linie um deine Persönlichkeit geht – deine Qualifikationen haben vorher schon das OK bekommen. Versuch also, selbstbewusst und authentisch zu antworten. Begreif diese Frage als Chance, dem Recruiter deine Qualifikation zu bestätigen und dir gleich noch ein Plus auf der Soft Skills-Liste abzuholen!

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