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Recruiting Horror Stories: So wirst du zum Personaler-Albtraum

Max by
14 Jan 2016 um 16:25

Man hat es nicht leicht als Bewerber. Aber ab und an sollte man auch mal die andere Seite der Medaille betrachten, wenn man sich ein vollständiges Bild des Bewerbungsprozesses machen will. Also werfen wir das Spotlight mal auf die Recruiter – denn ob du es glaubst oder nicht, auch sie wollen manchmal einfach nur schreiend wegrennen.

Bestimmt hast du auch schon mal Verhaltensweisen an den Tag gelegt, von denen du zwar wusstest, dass sie nicht optimal sind, aber dennoch mit einem gütigen „Ach, was soll’s“ darüber hinweg gesehen hast. Das Problem: Du warst zum ersten Mal mit diesem Fauxpas konfrontiert, der Recruiter ist wahrscheinlich schon im hohen drei- oder vierstelligen Bereich. Was dir als Bewerber als Kavaliersdelikt erscheinen mag, lässt Personalern nur allzu oft die Haare zu Berge stehen.

1. Oh nein, dieser Termin ist leider auch ganz schlecht …

Wenn der ach so interessierte Bewerber auch am fünften Terminvorschlag etwas auszusetzen hat und er sich ein paar Wochen im voraus noch nicht auf ein Datum festlegen mag, ist es nur verständlich, wenn sich das HR-Team die Haare rauft und sich darauf einigt, diesen Kandidaten links liegen zu lassen. Was sollen sie denn auch sonst machen? Ihn blind einstellen, weil er offensichtlich so gefragt ist, dass er keine Zeit für ein Interview hat?

2. Anfragen ignorieren

Höflich bittet der HR-Verantwortliche um die Zusendung eines fehlenden Dokuments, um eine Terminbestätigung oder um die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte per Mail nach dem Gespräch. Man könnte annehmen, dass dies kein grosses Problem für Bewerber darstellt. Tatsächlich scheint es das aber vergleichsweise häufig zu tun. Nun gut, offensichtlich hatte der Kandidat doch kein Interesse an der Stelle. Und die Arbeitszeit, die man bisher in seine Bewerbung gesteckt hat, hätte man sich sparen können.

3. Aufdringliches bis aggressives Verhalten

„Wir melden uns bis Ende nächster Woche“, war die Abmachung nach dem Gespräch. Eigentlich eine erfreulich klare Ansage. Trotzdem vergeht bis dahin kaum ein Tag, an dem der Bewerber sich nicht per E-Mail oder Telefon nach Neuigkeiten erkundigt – ganz freundlich und höflich, versteht sich. Der Ton ändert hier aber nichts an der Tatsache, dass der Recruiter genug andere Dinge zu tun hat und ständige Nachfragen einfach nur lästig und stressig sind – keine gute Ausgangslage, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

4. „Ich weiss genau, was Ihrem Unternehmen fehlt: Ich“

Selbstvertrauen ist im Bewerbungsprozess absolut notwendig. Aber bitte in einer gesunden Dosis. Wenn der Bewerber im Interview klar macht, dass er, und nur er, die Lösungen für alle Probleme des Unternehmens kennt, er, und nur er, die Zahlen des Unternehmens verbessern wird und er garantiert zum Mitarbeiter des Jahres gewählt wird – dann hat er ein Problem. Und zwar mit massloser Selbstüberschätzung, Arroganz und der Aussicht auf ein positives Feedback des Recruiters.

5. Und der Rest ist Funkstille

Nach einem einstündigen Telefonat haben sich Recruiter und Bewerber mit der Abmachung verabschiedet, dass der Kandidat seine Verfügbarkeiten für ein erstes Treffen mitteilt. Doch dann bleibt jedes Lebenszeichen aus. Bewerber, die sich einfach nicht mehr melden, hinterlassen beim Recruiter zunächst ein grosses Fragezeichen, dann Ärger über vergeudete Arbeitszeit und sind dementsprechend schon bald gestorben – und zwar dauerhaft. Solltest du dich nach einem solchen Verhalten noch mal bei dem Unternehmen bewerben, mach dir keine grossen Hoffnungen auf eine positive Rückmeldung!

6. Was kümmern mich meine Anforderungen von gestern?

Im Gespräch vor ein paar Tagen war der Bewerber mit den Bedingungen zur ausgeschriebenen Stelle noch einverstanden. Nach der Zusage ist er aber plötzlich der Meinung, dass ihm doch eher der Senior-Posten zustünde und über den Lohn müsse man dann auch nochmals reden. Logisch, dass sich der Recruiter da vor den Kopf gestossen fühlt und in weiser Voraussicht ein Kreuzchen neben den Namen des Interessenten setzt – voller Dankbarkeit dafür, dass er mit der Besetzung der Stelle jetzt noch mal von vorne anfangen darf.

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