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Ein gutes Bauchgefühl: Milian Seiler, Pilatus Aircraft Ltd

Max by
16 Sept 2015 um 11:13

Milian Seiler hat als Praktikant bei Pilatus Aircraft angefangen und ist nach einem anschliessenden Trainee-Programm heute als Strukturtest-Ingenieur tätig.

Milian Seiler ist Strukturtest-Ingenieur bei Pilatus Aircraft Ltd

Milian Seiler
Strukturtest-Ingenieur und ehemaliger Trainee
Abteilung Strukturentwicklung Neue Projekte, Pilatus Aircraft Ltd.
Studium: ETH Maschinenbau

Milian, in welchem Bereich hast du dein Traineeship gemacht?
Während meines Trainee-Programms konnte ich in verschiedene Abteilungen der Pilatus reinschauen. Das Trainee-Programm war in drei Hauptbereiche gegliedert:

  • Engineering: Strukturentwicklung, Mechanische Systeme, Avionik
  • Office: Safety, Zertifizierung, Flight Test, Kundendienst
  • Produktion: PC-12 Flügel & Rumpf- Montage, PC-12 Endmontage, Spenglerei, Prototypenbau

Was waren bzw. sind jetzt deine Aufgaben oder Projekte?
Schon als Trainee wurde ich mit diversen Aufgaben betraut und habe an eigenen Projekten gearbeitet. Als Grossprojekt habe ich ein Software Tool für die Entwicklung eines Ermüdungsspektrums entwickelt – die Basis für die Berechnung und Voraussagung von Ermüdungserscheinungen. Das Tool ist heute noch in Gebrauch und hat mich durch das ganze Trainee-Programm begleitet.

In meiner jetzigen Position als Strukturtest-Ingenieur konnte ich bereits einen Kabinendrucktest am PC-24 Prototypen und die Fahrwerk Freifallversuche der PC-24 Fahrwerke durchführen. Jetzt bin ich als Projektleiter für die Durchführung eines Vollzellen-Ermüdungsversuches desselben Fliegers verantwortlich. Mein Job ist sehr abwechslungsreich und macht mir viel Spass!

Was hat dir als Trainee am meisten Spass gemacht?
Eines meiner Highlights im Trainee-Programm von Pilatus Aircraft war der dreiwöchige PC-12 Maintenance Kurs, den jeder Trainee absolviert. Dort wurde ich zusammen mit Flugzeugmechanikern im Unterhalt am PC-12 geschult. Gefallen hat mir auch die Einsicht in die Produktion unserer Flugzeuge. Ich konnte so selbst erfahren, wie sie funktioniert und im Detail abläuft. Ausserdem konnte ich durch das Trainee-Programm ein grosses Netzwerk innerhalb der Firma aufbauen – das ist für meine aktuelle Position äusserst hilfreich.

Nicht zuletzt finde ich toll, dass ich ein ganzheitliches Bild des Unternehmens gewinnen konnte, indem ich Einblick in verschiedene Bereiche vom Engineering bis zum Kundendienst erhalten habe.

Wie bist du auf das Trainee-Programm bei Pilatus gekommen?
Dank des Studenten-Fachvereins AMIV konnte ich die Pilatus Flugzeugwerke besuchen, worauf ich mich später blind auf ein Praktikum beworben habe. Mein Praktikum konnte ich im Bereich Strukturermüdung absolvieren, was mich sehr begeistert hat. Im Praktikum bin ich auch in Kontakt mit Trainees gekommen und habe so von den Möglichkeiten eines Trainee-Programmes erfahren. Somit stand für mich am Ende des Praktikums fest, dass ich mich als Trainee bewerben werde.

Was glaubst du, hat das Unternehmen überzeugt, dir das Traineeship anzubieten?
Ich denke, es war sicher von Vorteil, dass ich bereits als Praktikant bei Pilatus war. Somit kannte man mich und meine Arbeitsweise bereits. Aber in erster Linie waren sicherlich die fundierte Ausbildung dank des Maschinenbaustudiums, meine Motivation und Begeisterung für die Aviatik ausschlaggebend.

Wie lange hat es nach deinem Einstieg gedauert, bis du richtig im Arbeitsleben drin warst?
Das Trainee-Programm hat mich ab der ersten Woche begeistert und ich war mit diversen Aufgaben von Anfang an gut beschäftigt. Der Einstieg ist sehr schnell verlaufen – unter anderem, weil ich gleich zu Beginn in einen Test im Ausland involviert war.

Welche Erwartungen hattest du im Vorfeld an das Trainee-Programm? Inwieweit haben sie sich erfüllt?
Ich hatte erwartet, einen guten Einblick in die Firma Pilatus zu erhalten und auf dem „Rundlauf“ möglichst viele Eindrücke und Wissen mitnehmen zu können. Und weiterhin, dass mir die Eigenheiten des Flugzeugbaus nähergebracht werden. All diese Erwartungen haben sich erfüllt.

Alle Jobs bei Pilatus

Was sollte man für einen erfolgreichen Einstieg bei Pilatus Aircraft auf jeden Fall mitbringen?
Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen! Aufgrund der Firmengrösse wird man sehr schnell mit viel Verantwortung betraut. Weiter ist es von Vorteil, wenn man praktisches Geschick und eine selbständige Arbeitsweise mitbringt.

Was findest du besonders spannend an deinem Unternehmen bzw. der Branche?
Aviatik begeistert mich! Bei Pilatus als KMU sind aufgrund der Firmengrösse die Entscheidungswege relativ kurz und es ist auch möglich, Probleme durch pragmatische Ansätze zu lösen. Zudem findet fast die ganze Entwicklung und Produktion am gleichen Standort statt. Man kann somit mit eigenen Augen verfolgen, wie ein Flugzeug entwickelt, gebaut und getestet wird, bis es am Schluss dem Kunden ausgeliefert wird.

Was können Praktikanten und Berufseinsteiger von Pilatus erwarten? Was wird umgekehrt von den Praktikanten erwartet?
Ganz wichtig ist das Interesse an der Materie. Ausserdem sollte man gern Verantwortung übernehmen und schnell verstehen, worum es geht und was man zu tun hat. Wir suchen selbständige Praktikanten, die Probleme eigenständig anpacken und lösen können. Teilweise wird man ins kalte Wasser geworfen, was jedoch für einen Trainee oder Praktikanten neue Möglichkeiten und hohes Lernpotenzial bietet.

Welche Erfahrungen nimmst du rückblickend aus dem Trainee-Programm mit?
Ich habe mein Fachwissen ausgebaut und gelernt, mit grosser Verantwortung umzugehen und vernetzt zu denken.

Welchen Tipp hast du allgemein für Studenten vor ihrem ersten Traineeship oder Praktikum?
Seid aktiv, zeigt Interesse und scheut euch nicht, Fragen zu stellen!

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Da für uns Testingenieure die Arbeit auf dem PC-24 mit dem Abschluss des Projektes ausgehen wird, werde ich mich neu ausrichten müssen. Wie genau das aussehen wird und ob es innerhalb der Firma oder an einem neuen Ort sein wird, weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Jedenfalls bietet Pilatus verschiedene Möglichkeiten, sei es in Stans oder im Ausland.

Was möchtest du Studierenden oder Absolventen mit auf den Weg geben?
Versucht, möglichst viele Eindrücke von Firmen zu sammeln – sei es durch Gastvorlesungen oder Firmenbesuche. Möglichst viele Firmen kennenzulernen, ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit der Orientierung. Letztlich sollte man auch sein Bauchgefühl nicht unterschätzen: Es ist wichtig, in einem Bereich zu arbeiten, in dem man sich wohl fühlt. Das gilt im Übrigen auch für die Menschen, mit welchen man zusammenarbeiten wird.

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